Chemie Leipzig – Energie Cottbus 0:2

Da noch ein wenig Resturlaub aus dem vergangenen Jahr abgebaut werden musste, beschloss ich meinen Eltern noch einen mehrtägigen Besuch Ende Januar abzustatten. Da für den Sonntagnachmittag nichts weiter geplant war, entschloss ich mich kurzer Hand, die ca. neunzig minütige Zugfahrt nach Leipzig auf mich zu nehmen, um Regionalliga Spitzenreiter Energie Cottbus bei deren Auftritt bei der stark abstiegsbedrohten BSG Chemie Leipzig zu sehen. Im Vorfeld des Spiels wurde viel über Sicherheitsvorkehrungen gesprochen und immer wieder an beide Fanlager appelliert Ruhe zu bewahren, was dann auch am Spieltag selbst kein Problem war. Aus der Lausitz verirrten sich höchstens 200 Schlachtenbummler nach Leipzig-Leutzsch. Auf den tiefen Geläuf war ein ansehnliches Fußballspiel nur schwer möglich, was den ambitionierten Gästen nicht wirklich in die Karten spielte. Trotz deutlicher optischer Überlegenheit gelang bis zur Pause kein Treffer. Kur vor dem Seitenwechsel musste der Cottbuser Matuwila nach einer Tätlichkeit mit glatt rot vom Platz. Der Chemie Anhang witterte jetzt natürlich Morgenluft, wurde aber nach der Halbzeitpause schnell enttäuscht. Cottbus schien die Unterzahl überhaupt nicht zu beeindrucken und so zog Energie weiter sein Offensivspiel auf und kam folgerichtig durch einen satten Linksschuss von Schlüter nach einer Stunde in Führung. Bei Chemie ging nach vorn rein gar nichts, genau wie die ganze Hinrunde schon. Acht Tore in bis dato 18 Spielen sind einfach zu wenig. Wenn man nun noch bedenkt, dass Cottbus in der gleichen Anzahl an Spielen gerade einmal fünf Gegentore hinnehmen musste, so war die Partie theoretisch gelaufen. Praktisch war sie das dann nach 79 Minuten als Schlüter mit seinem zweiten Treffer zum hochverdienten Erfolg für die Lausitzer einnetzte. Da mein Zug zurück nach Erfurt vom nahegelegenen Bahnhof in Leutzsch erst kurz vor fünf abfuhr blieb ich noch ein wenig im Stadion und machte noch das ein oder andere Foto von den zum Teil maroden Tribünen. Nach vielen Spielen in modernen Fußballtempeln war dieser Ausflug eine tolle Abwechslung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.