Chelsea FC – Stoke City 5:0

Da mit der Familie und Freunden Silvester 2017 in der britischen Hauptstadt geplant war, wurden natürlich kurzer Hand auch zwei Ausflüge ins Stadion in die Reiseplanung eingearbeitet. Am Anreisetag sollte Stoke City beim amtierenden Meister Chelsea antreten. Bei meinem letzten Besuch in Stoke Mitte Dezember organisierte ich gleich zwei Karten für meinen Kumpel Thomas und mich. Er und seine Frau verbrachten zusammen mit meiner Familie ein paar schöne Tage in Canonbury, unweit vom Emirates Stadium des FC Arsenal entfernt. Nachdem wieder einmal mit Flieger und Stansted Express alles geklappt hatte, machten wir zwei uns kurz nach der Ankunft auf in den Südwesten der Haupstadt. Da der Overground Bahnhof Canonbury heute wegen Bauarbeiten noch gesperrt ist, ging es zunächst zu Fuß zur nächsten Haltestelle Dalston Kingsland, von wo aus wir mit der Overground bis Whitechapel fuhren, wo vor über 100 Jahre ein gewisser Jack the Ripper junge Damen aufschlitzte. Dort angekommen warteten wir mehrere Minuten vergebens auf eine District Line Richtung Wimbledon, bis wir bemerkten, dass aufgrund von Bauarbeiten dort aktuell keine Bahnen hinfahren. Kurzerhand hefteten wir uns an einem Chelsea Fan, den der müsste ja schließlich wissen, wo es zum Stadion Stamford Bridge geht. Aufgrund der drei verpassten Züge und dem nicht eingeplanten Fußmarsch nach Dalston Kingsland wurde es allmählich auch knapp mit der Zeit. Ein kurzer Blick auf die Uhr beim Verlassen der Tube Station Earls Court signalisierte, dass es mit ein paar kurzen Dauerlaufeinlagen gerade noch so machbar sein würde, den Anstoß live im Stadion mitzuerleben. Wir machen uns auf den knapp 2 km langen Fußweg immer entlang am riesigen West Brompton Friedhof. Pünktlich zum Anpfiff um 15:00 Uhr nehmen wir unsere Plätze, zum Teil schwer atmend, im Oberrang des Gästeblocks ein. Wir haben noch nicht einmal richtig um uns gesehen, da erzielte Antonio Rüdiger bereits das 1:0 für die Blauen. Drinkwater erhöhte auf 2:0, ehe die Mintenanzeige der Spieldauer zweistellig wurde. Stoke bot eine indiskutable Leistung ab. Spätestens als Pedro nach etwas mehr als zwanzig Minuten auf 3:0 erhöhte war klar, dass es hier heute für die Potters nur noch um Schadensbegrenzung ging. Der verwöhnte Chelsea Anhang jubelte lediglich bei den eigenen Treffern, Anfeuerungsrufe waren aus dem Stadion zu keiner Zeit zu vernehmen. Hier und da mal ein Szenenapplaus, mehr allerdings nicht. Nach der Halbzeit tat die Heimelf nur noch das Nötigste gegen einen Gegner, der sich an diesem Tag nicht zu wehren wusste. Nach dem Spiel gingen wir zurück nach Earls Court, diesmal allerdings deutlich entspannter. Mit der Piccadilly Line ging es einmal quer durch die Stadt, bis nach Finsbury Park. Dort angekommen, ließen wir in familiärer Runde mit unseren Mädels den Abend im Pub ausklingen.

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