Derby County – Aston Villa 2:0

Derby - Pride Park

Am letzten Tag meiner diesjährigen Englandreise, fahre ich vin Sheffield in South Yorkshire etwa dreißig Minuten in südliche Richtung. Das Ziel: Derby in den East Midlands. Hier findet heute das Spitzenspiel der zweiten englischen Liga zwischen Derby County und Aston Villa statt. Beide Vereine haben eine lange Tradition und gehörten auch schon der Premier League an. Doch vom Ruhm vergangener Tage kann man sich in der Gegenwart bekanntlich nichts kaufen. Derby versucht bereits seit einigen Jahren den Schritt ins Oberhaus zurück zu machen, ist allerdings immer wieder gescheitert. Für Aston Villa, den Traditionsklub aus Birmingham, ist es das zweite Jahr auf dem steinigen Weg durch das englische Unterhaus.

In Derby angekommen, mache ich mich zunächst mal auf den Weg mein Reisegepäck abzugeben, denn heute reise ich nach dem Spiel in Derby wieder zurück in die Hauptstadt, von wo morgen mein Rückflug nach Deutschland geht. Die Viertelstunde Fußweg zur Gepäckaufbewahrung führt mich in das Stadtzentrum. Nach der Abgabe meines Koffers laufe ich noch quer durch die Derby Market Hall und das riesige Intu Shopping Centre, was knapp 200 Geschäfte beherbergt. Hier herrscht Rush Hour und der ein oder andere Brite ist scheinbar noch auf der Suche nach Schnäppchen zu Weihnachten.

Anschließend mache ich mich auf den Weg zum Pride Park, der Heimspielstätte der Rams. Dort agekommen mache ich noch ein paar schöne Fotos der mordenen Arena und esse einen Cheeseburger, bevor ich hinein gehe. Die Stimmung auf den South Stand ist mit Abstand die Beste der ganzen Woche, fast ohne Unterbrechung wird hier während des Spieles angefeuert und gesungen, was zum einen an der Nähe zu den Gästefans liegen mag und zum anderen an der wirklich guten Leistung die Derby an diesem Nachmittag seinem Publikum anbietet. Bereits nach wenigen Sekunden hätte es eigentlich 1:0 für die Heimelf stehen müssen, aber David Nugent vergab freistehend allein vor Villa Schlussmann Johnstone. Besser machte es die Rams nach einem katastrophalen Rückpass von Villa’s Routineer Glenn Whelan, der Vydra tief in der Villa Hälfte übersehen haben muss. Der behielt die Nerven, sah den gut positionierten Ex-Villa Spieler Andreas Weimann, der keine Mühe hatte Derby in Führung zu schießen. Die Stimmung wurde jetzt noch besser. Nach der Pause kam Villa etwas besser ins Spiel und hätte mit etwas Glück auch zum Ausgleich kommen können, doch das Abwehrbollwerk der Rams hielt Stand. Doch als ob das nicht schon genug war, setzte Johnny Russel in der Nachspielzeit dem Spaß noch die Krone auf und vollendete direkt vor den Heimfans zum vielumjubelten 2:0.

Der Gästeblock leerte sich daraufhin in Windeseile und ich machte mich nach dem Abpfiff im gleichen Tempo zurück auf den Weg mein Gepäck abzuholen und zu meiner letzten Bahnreise der Woche anzutreten. Gegen 21:00 Uhr erreichte ich mein Flughafenhotel am Stansted Airport und ließ die Woche im Zimmer mit den Highlights des Spieltags und einem Bier gemütlich ausklingen.

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