VfR Aalen – FC Rot-Weiß Erfurt 1:1

Am Freitagnachmittag ging es nach der Arbeit direkt vom Büro in Kempten die 130 km nordwärts auf der A7. Während der Fahrt lauschte ich der Autobiographie von Zlatan Ibrahimovic. Ohne größere Probleme auf der Strecke erreichte ich den Parkplatz nahe der Arena 45 Mintuen vor dem Anstoß. Bei eisigen Wetterverhältnissen gab es vor dem Anpfiff noch einen heißen Kaffee und eine rote Bratwurst, ehe ich mich in den Stehplatzbereich der Gäste machte. Das Spiel begann zerfahren und beide Mannschaften kamen nicht so richtig in Fahrt. Die erste richtig gute Chance hatten die Gastgeber, aber Morys scheiterte kläglich vor Erfurts Schlussmann Klewin. Nach etwas mehr als einer halben Stunde ging der RWE praktisch aus dem Nichts in Führung. Eine verlängerte Flanke von Odak versenkte Kammlott per Direktabnahme im Aalener Tor. Erfurt tat der Führungstreffer gut und ließ bis zur Pause nichts weiter anbrennen. Trotz des einsetzenden Schneefalls herrschte im Erfurter Block beste Stimmung, die in der zweiten Halbzeit noch besser hätte werden können, als Kammlott die Riesenchance zum 0:2 liegen ließ. Anstatt den Ball einfach im Tor unterzubringen entschied sich der Angreifer für einen Lupfer, den Aalens Schlussmann Bernhardt dankbar vom Aalen Nachthimmel pflückte. Nachdem ein weitere Konter der Erfurter ebenfalls nicht ordentlich zu Ende gespielt wurde, ahnte ich bereits was hier noch passieren würde. Und so geschah, was meistens in diesen Spielen geschieht, wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt. Die immer stärker aufkommenden Hausherren kamen eine Minute vor der Abpfiff doch noch zum Ausgleich. Nach einem Eckball von der linken Seite war Müller am kurzen Pfosten zur Stelle und nickte zum verdienten Ausgleich für die Aalener ein. Die Heimfahrt verging dank der spannenden Geschichte des schwedischen Fußballexzentrikers auch wieder wie im Flug. Gegen 23:00 Uhr endete meine Reise auf dem Sofa im heimischen Wohnzimmer.

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