Norwich City – Huddersfield Town 1:2

Am siebten Tag stand der längste Trip auf dem Programm. Von Coventry ging es über London in den Osten Englands, in die Region Norfolk. Ziel unserer Reise war Norwich. Am Bahnhof in Coventry gab es ein kleines Frühstück bei Starbucks, bevor der Schnellzug von Virgin Trains uns in die Hauptstadt buchte. Vom Bahnhof in Euston nahmen wir zunächst die Northern und dann die Metropolitan Line um zum Bahnhof Liverpool Street zu gelangen. Von da aus ging es weiter, vorbei am London Stadium, der neuen Heimat von West Ham United über Colchester und Ipswich nach Norwich. Wir erreichten den Bahnhof gegen 16:00 Uhr. Von hier aus waren es gerade einmal ein zehn Minuten Fußweg bis zum Stadion an der Carrow Road.

Wir checkten im Holiday Inn ein und legten erst einmal die Füße hoch, schließlich waren bis zum Anpfiff gleich nebenan noch mehr als drei Stunden Zeit. Für den Abend nach dem Spiel entschieden wir uns für einen gemütlichen Fernsehabend mit Darts im Hotelzimmer, da der Zug zurück nach London relativ zeitig fährt. Wir besorgten noch ein paar Snacks und Bass Bier in Dosen im Supermarkt um die Ecke. Es war kurz nach sechs als wir mit unseren Errungenschaften zurück im Hotel ankamen. Wir hinterließen unsere Einkäufe im Zimmer und erkundeten noch ein wenig die Gegend rund um das Stadion, dass mitten in einem Wohngebiet liegt.

Zum Abendessen gab es Fish and Chips. Die Portionen waren wirklich riesig und boten eine gute Grundlage für sämtliche alkoholischen Getränke, die wir an dem Abend noch zu uns nehmen würden. Nach der Mahlzeit drehten wir noch eine Runde um das Stadion, um das ein oder andere Foto zu machen. Dabei trafen wir zwei ältere Frauen aus Huddersfield, eine von ihnen bestimmt jenseits der achtzig. Ich frage die Beiden, ob es nicht eine lange Anreise für sie sei und die Ältere von ihnen sagt: „Nein wieso, kein Spiel ist zu weit für uns. Wir sind bei jedem Spiel dabei“. Ich bewunderte die Beiden und erzählte noch ein wenig von unserer Tour quer durch das Land. Wir wünschten uns gegenseitig ein gutes Spiel und viele Tore. Zum einen wegen der vielen deutschen Spieler und wegen diesen beiden Hardcore Fans waren mir die „Terriers“ aus Huddersfield irgendwie sympathisch geworden. Ich drückte ihnen die Daumen.

Beide Mannschaften spielten von Beginn an mit offenem Visier, keine Spur von Abtasten. Kachunga erzielte bereits nach fünf Minuten das 1:0 für die Gäste. Es dauerte jedoch keine sechzig Sekunden, ehe die Heimelf per Kopfball von Howson ausglich. Ein munterer Beginn von beiden, so konnte es gerne weitergehen. Leider tat es das nicht. Das Spiel war dennoch gut, denn beide Teams schenkten sich auch im weiteren Verlauf nichts. Huddersfield nutzte eine weitere Chance noch vor der Pause, um wieder in Führung zu gehen. Im zweiten Durchgang gaben beide weiter Gas. Oliveira vergab dabei eine hochkarätige Chance alleine vor dem Schlussmann aus Huddersfield den Ausgleich. Die Elf um David Wagner verwaltete in der Schlussphase mit Glück und Geschick die knappe Führung und siegte am Ende nicht unverdient mit 1:2.

Bereits während der Halbzeit konnten wir einige Anhänger von Dynamo Dresden im Stadion ausfindig machen, die vermutlich hauptsächlich wegen dem ehemaligen Dresdner Michael Hefele im Stadion waren. Ich machte mich auf den Weg die acht Stufen hinab, um ein Foto von den Dresdnern und Hefele zu machen. Der lange Verteidiger nahm sich wirklich alle Zeit, um nach dem Abpfiff sämtliche Fotowünsche zu erfüllen und so bekamen auch wir ein Selfie mit dem Ex-Dynamo Kapitän.

Nachdem die Fotos alle im Kasten waren, gingen wir zurück auf unser Zimmer und sahen Peter Wright bei seiner Erstrundenpartie im Ally Pally zu. Dazu tranken wir unser Dosenbier, welches besser war als gedacht und verspeisten noch die zuvor gekauften Snacks.

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