Stoke City FC – Southampton FC 0:0

Gegen 8:00 klopfte es an der Tür und Kevin brachte uns Tee und Kaffee ans Bett. Mich haute es fast aus den Socken, aber die hatte ich ja noch gar nicht an. Das übertrifft nun wirklich alle Erwartungen. Maureen erzählte mir später, dass alle Gäste immer einen Guten-Morgen-Drink ans Bett bekommen. Kevins Omelett hält was es verspricht. Es fällt mir schwer zu beschreiben, wie lecker das ganze Essen ist, dass wir hier serviert bekamen. Nach dem Frühstück geht es zum Fanshop und es war an der Zeit Farbe zu bekennen. Ich kaufte ein Basecap, ein T-Shirt, einen Schal und einen Hoodie und bin nun endlich ausgerüstet für alle kommenden Spiele der Potters. Mein Vater entschied sich für ein marineblaues Poloshirt. Die Mannschaft und die Leute waren mir seit dem letzten Jahr einfach so sympathisch geworden, dass ich gar nicht mehr anders konnte, als Woche für Woche die Daumen zu drücken.

Nach der Einkaufstour im Fanshop, ging es weiter zum Trentham Gardens Shopping Centre. Dort besorgten wir noch ein paar schöne Mitbringsel für die Lieben zu Hause, schließlich stand bald Weihnachten. Vor der Tür. Wieder zu Hause bei Kevin angekommen, gab es die köstliche Pasta und später noch Kaffee und Tee mit Minced Pie. Ein leckeres Blätterteiggebäck gefüllt mit verschieden Früchten und einer weihnachtlichen Gewürzmischung. Sehr köstlich!

Obwohl Kevin nur etwa eine Meile vom Stadion entfernt wohnt, fuhr uns Maureen in das etwa 10 km entfernte Forsbrook. Hier liegt die Stammkneipe von Kevins besten Freunden, die uns auch schon beim Arsenal Spiel begleitet haben. Barry wohnt direkt um die Ecke, Geoff wohnte früher nur drei Minuten entfernt und Pete hatte ebenfalls nur einen kurzen Weg zu Fuß bis in die Wirtschaft. Der zweite Grund für diesen Pub ist das indische Restaurant Roshni gleich nebenan. Kevin und Geoff gehen regelmäßig nach Spielen hierher und genießen die leckeren Currygerichte. Wir trafen gegen halb sechs im Roebook Pub ein. Jeder von uns zahlt zwanzig Pfund in den Kitty, die Sammelkasse für den Abend und kaufen ein Busticket zum Stadion für fünf Pfund. Jeder Penny den das örtliche Busunternehmen an dem Shuttle Service an der Hin- und Rückfahrt Gewinn macht, wird am Ende der Saison einer wohltätigen Organisation gespendet. Wir bestellten Bass Pale Ale, das absolute Lieblingsbier der Jungs und nachdem ich den ersten Schluck probierte, war ich froh, dass ich nicht zu oft beim Heimspielen im Britannia dabei bin. Das Bier ist so lecker und vor allem süffig. Absolute Suchtgefahr! Bis zur Abfahrt des Fanbusses zum Stadion um 19:00 Uhr hatte jeder von uns fünf Pints. Am Stadion angekommen, tranken wir noch ein weiteres, bei weitem aber nicht so gutes Bier, aus dem Plastikbecher. Für mich wurde es jetzt außerdem Zeit, die Grundlage wieder auf Vordermann zu bringen, Steak & Pepper Pie durfte es kurz vor dem Anstoß noch sein.

Die Partie gegen den Tabellennachbarn aus Southampton begann verhalten. Ähnlich wie am Vortag in Burton waren beide Teams zunächst darauf bedacht, kein Gegentor zu kassieren. Nach etwas mehr als zwanzig Minuten wurde Arnautovic vom Schiedsrichter mit einer glatten roten Karte des Feldes verwiesen. Der Österreicher hatte Boufal hart am Knie erwischt, zu hart wie der Unparteiische und sein Assistent befanden. Boufal wurde von dem Moment an immer wieder mit sehr unfreundlichen Worten und lautstarken Buhrufen von den Rängen empfangen. Stoke war nun auf Ergebnis halten aus und Southampton lauerte geduldig auf seine Chance. Meiner Meinung nach zu geduldig, aber das war ganz in unserem Sinne. Ein Unentschieden ist schließlich kein allzu schlechtes Ergebnis, wenn man für siebzig Minuten in Unterzahl agiert. Ein bis zwei gefährliche Szenen ließen die Potters über die gesamte Spielzeit zu, so dass das 0:0 am Ende redlich verdient war. Unter großem Applaus wurden die Spieler in den rot-weiß gestreiften Trikots nach dem Abpfiff in die Umkleidekabine bekleidet. Es wurde genau das geboten, was jeder Fußballfan von seiner Mannschaft erwartete, kämpfen bis zum Umfallen.

Nach dem Spiel ging es mit dem Bus wieder zurück nach Forsbrook auf ein weiteres Pint Bass, bevor wir im Anschluss das indische Curryrestaurant unsicher machten. Es gab Chicken Korma, Mixed Chicken und Lamb Curry. Kevin, Geoff und mein Vater tranken noch ein weiteres Bier, ich nicht, schließlich gab es hier kein Bass. Als wir mit unseren reichlichen Portionen fertig waren, konnten wir uns kaum noch bewegen und schafften es gerade so die paar Schritte bis zum Großraumtaxi, welches bereits vor dem Restaurant auf uns wartete, zurückzulegen. Wir setzten Geoff zu Hause ab, verabschiedeten uns von ihm und machten uns dann weiter auf den Weg zurück nach Stoke.

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